Wäsche perfekt waschen – Tipps & Tricks

Viele Menschen sind überfordert, wenn es um das richtige Waschen geht. Da die Wenigsten sich wirklich Gedanken darüber machen, kommt es häufig zu Verwaschungen oder im schlimmsten Fall gar zu Beschädigungen der Kleidungsstücke. Das muss nicht sein. Wir hier die wichtigsten Tipps und Tricks für Sie zusammengefasst.

Waschen ist heute fast schon eine Wissenschaft

Der Anwender muss viele Entscheidungen treffen, bis sich die Waschtrommel dreht. Bei welcher Temperatur soll ich waschen? Welches Waschpulver ist zu verwenden? Welches Waschprogramm soll es sein? Weichspüler – Ja oder Nein?Muss ich meine Wäsche wirklich farblich separieren? Und wie wasche ich eigentlich Handtücher und Bettwäsche?

Die richtige Temperatur für Ihre Wäsche

Grundsätzlich wird mit deutlich zu hohen Temperaturen gewaschen. Der oft zitierte Spruch: „Viel hilft viel“ – ist hier fehl am Platz. Die meisten Waschmittel waschen auch bei niedrigen Temperaturen sauber. Und wer hier auf niedrigere Temperaturen setzt, kann richtig Geld sparen. Die meiste der eingesetzten Energie einer Waschmaschine wird für das Erhitzen des Wassers verbraucht. Anstatt einer 60°-Wäsche lässt sich fast zweimal mit 40°C oder sogar dreimal mit 30°C waschen. Die Energiekosten sind dieselben. Um Keime abzutöten sind 60°C übrigens bereits zu hoch – es genügen schon 30°C. Eine andere Möglichkeit sind die mittlerweile verbreiteten Economy-Programme. Ein 60°C-Eco-Waschgang läuft in der Realität mit niedrigeren Temperaturen. Meist dauert der Waschgang nur geringfügig länger. Die Einsparung resultiert letztlich durch das Vermeiden des starken Aufheizens des Wassers. Sozusagen eine eingebaute Energieeinsparung, wenn Sie sie denn nutzen.

So halten Sie Ihre Waschmaschine frisch und sauber!

Erhöhen Sie einmal im Monat die Temperatur auf 60° Grad oder mehr. Verwenden Sie am besten ein Vollwaschmittel. Ziel ist, die Entstehung eines Biofilm aus Mikroorganismen zu verhindern. Dieser Film kann zu einem muffigen Geruch der Wäsche führen! Ratsam ist es außerdem, nicht ausschließlich flüssiges Vollwaschmittel oder nur Fein- bzw. Colorwaschmittel zu verwenden. Alle drei Sorten enthalten keinerlei Bleichmittel, das letztlich den Biofilm neutralisieren. Falls Sie den Verdacht haben, dass sich bereits ein widerstandsfähiger Biofilm gebildet hat, dann waschen Sie einmal mit maximalen 95°C. Das Problem sollte sich dann erledigt haben.

Keine Angst vor Keimen

In einem normalen Haushalt mit gesunden Personen sind Temperaturen über 40°C nicht nötig. Buntwäsche mit 30°C und Weißwäsche mit 40°C reichen aus. Sie brauchen sich keine Gedanken über Keime machen. Bei älteren Personen mit schwachem Immunsystem, bei Krankheiten oder aber im Krankenhaus sind hygienebedingt aber höhere Temperaturen ratsam.

Das richtige Waschmittel für Ihre Wäsche

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Sorten an Waschmittel:

  • Vollmaschmittel: Diese Mittel enthalten Bleichmittel und sind für weiße, stark verschmutzte Wäsche am besten geeignet.
  • Colorwaschmittel: Hier werden zwar keine Bleichmittel zugesetzt, sie können aber farbschonende Zusätze enthalten. Aus diesem Grund ist das Colorwaschmittel am besten für Buntwäsche zu verwenden. Nicht aber für Seide und Wolle.
  • Feinwaschmittel: Seide und Wolle waschen Sie am besten mit speziellem Feinwaschmittel. Dieses beinhaltet keine Bleichmittel, dafür aber spezielle Enzyme, die den Schutz der Wollfasern sicherstellen.

Einfacher Trick bei stark verschmutzter Wäsche

Hartnäckige Flecken sollten Sie mit Gallseife oder Fleckenlöser vorbehandeln. Achten Sie auf die Einwirkzeit der Spezialreiniger. Warten Sie zu lang, verdunstet die Flüssigkeit und kann seine lösende Kraft bei der Wäsche gar nicht erst entfalten. Sofern die gesamte Wäsche sehr stark verschmutzt ist, sollten Sie eine Ausnahme machen und eine höhere Temperatur wählen als sonst.

Was Sie sonst noch wissen sollten!

Ein paar Dinge haben wir noch für Sie:

  • Beachten Sie die Pflegehinweise Ihrer Kleidungsstücke.
  • Verwenden Sie kein Vollwaschmittel für ihre Buntwäsche: Die Bleichmittel schadet der Farbe Ihrer Kleidungsstücke aus.
  • Weichspüler schädigt die Umwelt
  • Keinen zusätzlichen Enthärter verwenden!

Weichspüler kann die Umwelt schädigen. Das Mittel sorgt für einen frischen, fruchtigen Duft und macht die Wäsche weich. Gehen Sie aber sparsam damit um. Weichspüler legt sich auf die Textilfasern und wird nicht mehr abgewaschen. Dadurch trocknet ihre Wäsche langsamer. Beim nächsten Waschvorgang wird der Weichspüler gelöst und erhöht die Belastung von Flüssen und Gewässern.

Tipp: Am besten trocknet Wäsche an der frischen Luft. Nutzen Sie einen Wäscheständer!

Tipp 2: Enthärter im Waschmittel reichen aus! Zusätzliche Tabletten sind nur bei sehr hartem kalkhaltigen Wasser wirklich notwendig. Die Wassserhärte erfahren Sie übrigens bei ihrem örtlichen Wasserversorger oder auf dieser Seite.