Wie Sie den Wäschetrockner ideal einsetzen und korrekt einstellen!

Wann immer es Ihnen möglich ist, sollten Sie die frisch gewaschene Kleidung im Freien auf der Leine oder der Wäschespinne aufhängen. Das schont nicht nur die Kleidung, sondern auch die Umwelt. Sollten die äußeren Bedingungen dies nicht zulassen und das Wetter schlecht sein, benötigen Sie eine Alternative.Viele Familien haben sich hierzu einen Wäschetrockner zugelegt. Mithilfe des Trockners wird durch die Zuführung von Wärme, der noch nassen Textilien die Feuchte schonend und schnell entzogen.

Der Einsatz eines Wäschetrockners hat viele Vorteile:

  • kein mühsames Aufhängen der Wäsche auf den Wäscheständer oder Wäschespinne
  • schnellere Trocknung als an der frischen Luft
  • schonende Trocknungsart
  • teilweise kann auf das Bügeln verzichtet werden
  • viele Einstellmöglichkeiten, speziell für empfindliche Textilien
  • Angenehme Weichheit ohne Zugabe von Weichspüler

Sie sollten aber auch die Nachteile kennen:

  • höherer Energieverbrauch als mit der klassischen Lufttrocknung im Garten
  • einmalige Anschaffungskosten
  • Betriebskosten für Strom
  • ggf. Wartungs- und Instandhaltungskosten

Wie viel Strom verbraucht eigentlich ein typischer Trockner?

Es kommt darauf an!

Grundsätzlich gilt: Verantwortlich für den recht hohen Stromverbrauch eines Trockners ist die Wärme, die für das Trocknen der Wäsche erforderlich ist. Diese Wärme entzieht der feuchten Kleidungsstücke das Wasser, sodass diese trocknen. Und hier kommen wir auch schon zu den Unterschieden der Trocknertypen.

Je nach Typ wird die Feuchtigkeit entweder durch einen Abluftschlauch abgeführt (Ablufttrockner) oder in einem Behälter gesammelt (Kondensationstrockner). Der dritte Typ sind Trockner mit effizienter Wärmepumpen-Funktion. Hier wird die der Luft entzogenen Energie nicht ungenutzt abgeführt, sondern zum erneuten Aufheizen verwendet. Dies spart enorm viel Energie.

Wir haben Ihnen einmal die typischen Stromverbrauch dieser drei Trocknertypen aufgeführt. Beachten müssen Sie aber, dass neben dem Gerätetyp auch das Alter des Geräts einen Einfluss auf den Energieverbrauch hat.

Ablufttrockner:

Diese kosten zwar in der Anschaffung etwas weniger, verbrauchen aber recht viel Energie. Typischerweise sind das pro Trocknung 3-3,5 kWh. Bei geschätzten 150 Trockengängen pro Jahr und einem Strompreis von 0,30 Euro pro Kilowattstunde, kommen Sie auf Stromkosten von über 150 Euro im Jahr.

Kondensationstrockner:

Noch teurer im Betrieb sind die Kondensationstrockner. Rechnen Sie hier mit bis zu 4,3 kWh. Folglich landen Sie bei fast 200 Euro jedes Jahr.

Kaufen Sie einen modernen Trockner mit Wärmepumpe!

Empfehlenswert sind daher am ehesten Trockner mit einer Wärmepumpe. Ein aktuelles Gerät mit Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht nur etwa 1,4 kWh pro Trocknung. Jahresstromkosten: Nur etwa 60 Euro.

Überlegen Sie sich also gut, ob es sinnvoll ist beim Anschaffungspreis zu sparen. Am Ende legen Sie bei den Betriebskosten wieder drauf. Eine Auswahl an günstigen Trocknern finden Sie hier.

Welches Programm ist das passende für meine Wäsche?

Mittlerweile besitzen die gängigen Trockner allerlei Einstellungsmöglichkeiten – teilweise können Sie diese sogar über Touchpads oder eine Apps auswählen. Bei der Programmwahl sind Sie nicht mehr nur auf den Trocknungsgrad beschränkt, sondern haben auch die Möglichkeit nach individueller Gewebeart auszuwählen. Durch diese Feineinstellung können Sie getrost auch empfindliche Stoffe aus Wolle in den Trockner geben. Die geringere Trockentemperatur ist wesentlich schonender für Ihre empfindlichen Textilien. Außerdem können Sie meist auch verschiedene Energiesparprogramme auswählen. So sollten Sie beispielsweise Hemden lieber separat trocknen und nicht mit dicken Handtüchern vermischen. Damit erzielen Sie eine schnelle Trocknung der Hemden. Warten Sie bis Sie genügend Handtücher für einen kompletten Trockengang zusammen bekommen.

Sortieren Sie die Trocknerwäsche nach Gewebeart vor
Ein guter Tipp ist – identisch zum Waschen – das Beachten der Pflegehinweise an den Kleidungsstücken. Dort finden Sie auch Informationen, ob das Kleidungsstück im Trockner getrocknet werden kann oder nicht.
Auswahl des passenden Programms: Häufig nach der Textilart benannt z.B. Bettwäsche, Handtücher, Baumwolle, Jeans,...

Welchen Trocknungsgrad wähle ich für meine Wäsche aus?

Bei den meisten Trockner wird hierbei nach den beiden Trocknungsgraden Schranktrocken und Bügeltrocken unterschieden.

Schranktrocken:

  • sehr geringe Restfeuchte, fast vollständige Trocknung
  • Kleidung kann sofort zusammengelegt und in den Schrank verräumt werden
  • längste Trocknungszeit
  • höchster Energieverbrauch

Bügeltrocken:

  • Restfeuchte bleibt vorhanden
  • direktes Bügel von Hemden empfehlenswert
  • abschließendes Trocknen der Wäsche nötig
frischer duft für frische wäsche

So bekommt Ihre Wäsche einen frischen Duft.

Wie erhält meine getrocknete Wäsche einen angenehmen Geruch?

Oftmals scheint die Wäsche, die im Trockner getrocknet wurde, ihre Frische eingebüßt zu haben und weniger angenehm zu riechen als Luffgetrocknete Wäsche. Um einen frischen und angenehmen Duft ihrer Wäsche sicherzustellen, können Sie sogenannte Trocknertücher zum Trockenvorgang mit hinzugeben. Diese geben ihren Duft während der Trocknung an die Wäsche ab. Alternativ trocknen Sie ihre Wäsche nur eine kurze Zeit im Trockner und lassen die schließlich an der Luft austrocknen.

Ein Duftsäckchen im Kleiderschrank verleiht ihrer Kleidung übrigens auch einen angenehmen Geruch!

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